John Davies

John Davies charakterisierte selbst einmal seine Arbeit so: „Mein künstlerisches Schaffen brachte mich dichter an die Leute heran, in der Art in einer kreisförmigen Spirale. Mir scheinen meine Skulpturen diese Funktion für mich zu haben. Wenn sie dies auch für andere Menschen leisteten, wäre das eine großartige Sache.“ Davies war Teilnehmer der
documenta 6 und gehört mit der sehr persönlichen Auffassung von Bildhauerkunst zu der jüngeren Generation britischer Künstler nach 1945, in der das vielgestaltige Leben in einer oft spielerischen und unorthodoxen Gestaltungsweise mit den Mitteln des figürlichen Bildes und der Farbe (auch auf Bronze) zur Anschauung kommt. Farbige Fassungen, neuartige Werkstoffe, realistische Darstellungsweisen, die Lust zu erzählen, der Bildhauer als Parodist, Spötter und Satiriker – das alles existiert in Skulptur und Plastik erst seit der PopArt, seit den sechziger Jahren also, in denen Davies sein Handwerk an Kunsthochschulen in Manchester und London lernte.

Dr. Jürgen Fitschen