Rudolf Jahns

„Malerei! Was ist das (?), wenn nicht Leben.“ Rudolf Jahns

Jahns war Autodidakt. Der 1896 in Wolfenbüttel geborene Rudolf Jahns beginnt auf Wunsch des Vaters eine Beamtenlaufbahn beim Zoll. Die Tätigkeit gibt ihm zwar Sicherheit, aber keine Erfüllung. Inspiriert von der Musik entsteht ein vielschichtiges malerisches Oeuvre. 1927 gründet Jahns zusammen mit Kurt Schwitters, Carl Buchheister, Hans Nitzschke und Friedrich Vordemberge-Gildewart die Gruppe „die abstrakten hannover“.

Der Zweite Weltkrieg führte zu einer Schaffenskrise, die Jahns bedingt durch persönliche Schicksalsschläge nur sehr langsam überwand. Nach seiner vorzeitigen Pensionierung 1957 erlebte der Künstler einen wahren Schaffensrausch. Ein umfangreiches Spätwerk von außerordentlicher Qualität entsteht, das laut Gisela Burkamp seinesgleichen in der Kunstgeschichte sucht.

Die zentralen Bildthemen des „romantischen Konstruktivisten“, wie Joachim Büchner ihn bezeichnet, behandeln meist die menschliche Figur sowie Raum und Landschaft. Insbesondere das Verhältnis von Natur und Kunst hat Jahns, der seit 1920 in Holzminden lebt und dort 1983 verstirbt, zeitlebens beschäftigt.