Emil Nolde

Ohne Titel (Frauenprofil), 1918-20

Aquarell auf Malkarton
24 × 16,3 cm
Signiert
Provenienz:
Atelier des Künstlers
Annely Juda Fine Art, London
Leoard Hutton Galleries, New York
Privatsammlung, Fort Lauderdale
Galerie Koch, Hannover
Privatsammlung, Niedersachsen
Literatur:
Aquarell-Ausstellung Emil Nolde, Ausst.-Kat. Galerie Ferdinand Möller, Berlin 1928, Nr. 5.
German Expressionists Paintings, Drawings, Watercolors, Sculpture, Leoard Hutton Galleries, New York 1972, S. 46, Kat.-Nr. 54.
Ein Streifzug durch die Moderne, Galerie Koch, Hannover 2011, Kat.-Nr. 14.
Auch wenn Emil Nolde in erster Linie für seine Landschaften, Blumenbilder und Darstellungen religiöser Sujets bekannt ist, hat er sich ebenso für das Porträt und die Menschendarstellung interessiert: „Einige Male bin ich gefragt worden, ob denn ich gar kein Interesse an Menschen nehme, weil anscheinend ich so wenig hinschaue. ‚Doch, sehr‘, sagte ich, denn ich tue es wirklich besonders gern. Vielleicht nur anders als üblich“, notiert Nolde in seinen Lebenserinnerungen (Emil Nolde, Jahre der Kämpfe, 4. Aufl. Köln 2002, S. 138). Und tatsächlich beinhaltet sein Werk sowohl Porträts, zumeist von Menschen aus seinem persönlichen Lebensumfeld, als auch Darstellungen ihm unbekannter Einzelpersonen oder Paare. Allen gemeinsam ist ihre Entstehung aus Noldes eigenem Interesse und nicht als Auftragswerke.
Die in Noldes Aquarell wiedergegebene Frau ist nicht identifizierbar. Auch fehlt im Titel der Verweis auf eine bestimmte Person. Die Darstellung konzentriert sich auf das Profil der Frau sowie den angedeuteten Schulteransatz. Kopf, Auge, Nase und Mund sind mit schwarzen Umrisslinien angegeben. Die Verwendung von Farben ist in diesem Aquarell eher reduziert.