Kopf, 1999
Bronze
31 × 21 × 6,5 cm
Monogrammiert und datiert
Provenienz:
Atelier des Künstlers (Arbeitsbuch 877)
Privatsammlung, Hessen
Privatsammlung, Hessen
Literatur:
Josephine Gabler; Birk Ohnesorge (Hrsg.), Der Bildhauer Michael Croissant (1928-2002). Mit einem Werkverzeichnis der Skulpturen, Berlin 2003, S. 316, Nr. 1503.
Preis:
€ 14.500
Michael Croissant ist einer der bedeutenden Vertreter der figurativen Bildhauerkunst der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Zentrales Sujet seines plastischen, aber auch zeichnerischen Werks ist die menschliche Gestalt, die er geometrisch abstrahiert, in radikaler Formvereinfachung als aufrechtstehende Figur oder fragmentiert als Torso oder Kopf thematisiert.
Zu einem seiner charakteristischen Arbeiten gehört der Kopf mit der Werknummer 877 bzw. 1593. Er zeigt eine auf die plastische Grundform reduzierte, im Umriss gerundete Form mit Hals und Schulteransatz, der in ein Standdreieck mündet. Ein senkrechter scharfkantiger Grat teilt den Kopf in der Vorderansicht in eine breite und eine schmale Hälfte. Der Hinterkopf ist gerundet gearbeitet. Der Kopf zeigt keinerlei individuelle oder physiognomische Züge. Er ist jedoch trotz des hohen Grads an Abstraktion durch seine plastische, der Naturform eines menschlichen Kopfes angenäherten Form als solcher zu erkennen.
Gearbeitet ist der Kopf aus geschweißten Bronzeplatten, die wolkig-dunkel patiniert, mit narbigen Stellen versehen sowie an den geschweißten Kanten schartig gearbeitet sind, wodurch die glatten Oberflächen der Platten eine lebendige Anmutung erhalten.
Zur Technik des Schweißens geht Croissant in den frühen 1970er Jahren in Frankfurt am Main über, wo er von 1966-88 eine Professur für Bildhauerei an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste (Städelschule) innehat. Bronzeblech wird ab den späten 1980er Jahre zu seinem bevorzugten Material. 1991 kehrt der Bildhauer nach München zurück.
Anette Brunner
Zu einem seiner charakteristischen Arbeiten gehört der Kopf mit der Werknummer 877 bzw. 1593. Er zeigt eine auf die plastische Grundform reduzierte, im Umriss gerundete Form mit Hals und Schulteransatz, der in ein Standdreieck mündet. Ein senkrechter scharfkantiger Grat teilt den Kopf in der Vorderansicht in eine breite und eine schmale Hälfte. Der Hinterkopf ist gerundet gearbeitet. Der Kopf zeigt keinerlei individuelle oder physiognomische Züge. Er ist jedoch trotz des hohen Grads an Abstraktion durch seine plastische, der Naturform eines menschlichen Kopfes angenäherten Form als solcher zu erkennen.
Gearbeitet ist der Kopf aus geschweißten Bronzeplatten, die wolkig-dunkel patiniert, mit narbigen Stellen versehen sowie an den geschweißten Kanten schartig gearbeitet sind, wodurch die glatten Oberflächen der Platten eine lebendige Anmutung erhalten.
Zur Technik des Schweißens geht Croissant in den frühen 1970er Jahren in Frankfurt am Main über, wo er von 1966-88 eine Professur für Bildhauerei an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste (Städelschule) innehat. Bronzeblech wird ab den späten 1980er Jahre zu seinem bevorzugten Material. 1991 kehrt der Bildhauer nach München zurück.
Anette Brunner
