Vita

11.02.1902
geboren in Berlin

1925 - 1928
Studium an der Hochschule der Bildenden Künste, Berlin, bei Carl Hofer. Im Anschluss Studienreise nach Paris.

1931
Auszeichnung mit der Prämie des Staatspreises der Preußische Akademie der Künste, Berlin, verbunden mit einem neunmonatigen Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom.

1932
Auf der Rückreise aus Rom Bekanntschaft mit Günther Franke in München, der sich von da ab für Nays Kunst einsetzt.

1934
Bekanntschaft mit Erich Meyer, Alfred Hentzen, Werner Haftmann und Ernst Gosebruch, der 1933 als Direktor des Essener Folkwang–Museums entlassen worden ist. Beginn der Werkperiode der "Dünen– und Fischerbilder" (1934–1936).

1937
Nay wird durch die Nationalsozialisten in Deutschland mit einem Ausstellungsverbot belegt. 10 seiner Werke im Museumsbesitz werden beschlagnahmt, zwei Werke in der Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt. Carl Georg Heise, entlassener Direktor des Museums in Lübeck, vermittelt ihm finanzielle Unterstützung durch Edvard Munch, die ihm eine Reise nach Norwegen ermöglicht. Er verbringt drei Monate auf den Lofoten, malt dort großformatige Aquarelle. Im Berliner Atelier entstehen später die sogenannten "Lofoten–Bilder".

1938
Im Winter 1937/38 Ausstellung in der Galerie Holst Halvorsen in Oslo. Er präsentiert dort seine auf den Lofoten entstandenen Aquarelle. Zweite Reise auf die Lofoten, er malt dort erneut Aquarelle. Nach seiner Rückkehr nach Berlin entstehen eine Serie von vier Holzschnitten sowie Landschafts– und Figurenbilder.

1939
Aufentahlt bei der Sammlerin Hanna Bekker vom Rath in Hofheim am Taunus. In Wiesbaden Bekanntschaft mit Alexej von Jawlensky. Reise nach Bulgarien, ans Schwarze Meer, die Nay wegen des Ausbruchs des Krieges abbrechen muss.

1940
Nay wird zum Kriegsdienst einberufen und kommt als Infanterist zunächst nach Südfrankreich, dann in die Bretagne (Auray). In seiner Freizeit malt er kleine Aquarelle und zeichnet. Um seine Bilder in Berlin vor Kriegszerstörungen zu sichern, verschickt er während eines Heimaturlaubs in Berlin den größten Teil seiner Bilder zu einem Onkel nach Muskau in der Oberlausitz..

1942
Nay wird durch Vermittlung von Hans Lühdorf Kartenzeichner bei einem Stab in Le Mans. Er lernt den Amateurbildhauer Pierre de Térouanne kennen, der ihm sein Atelier zur Verfügung stellt und ihm Malmaterial besorgt. Es entstehen Aquarelle, Zeichnungen, kleinere Ölbilder sowie erstmalig Gouachen.

1943
Zerstörung Nays Atelier in Berlin. Ernst Jünger besucht ihn in Le Mans. Nay sucht auf einer Dienstreise nach Paris Kandinsky auf.

1945
Nach Kriegsende geht Nay, da sein Atelier in Berlin zerstört ist, nach Hofheim im Taunus und bezieht ein Atelierhaus, das er durch Vermittlung von Hanna Bekker vom Rath erhält. Es entstehen die "Hekate-Bilder".

1946
Erste Nachkriegsausstellung in den Galerien Günther Franke, München, und Gerd Rosen, Berlin.

1949
Beginn der "Fugalen Bilder".

1950
Erste Retrospektive in der Kestner-Gesellschaft, Hannover.

1951
Übersiedlung nach Köln.

1952
Beginn der "Rhythmischen Bilder". Retrospektive im Haus am Waldsee, Berlin.

1954
Beginn der "Scheibenbilder".

1955
Teilnahme an der documenta I in Kassel.

1956
Einzelausstellung im Deutschen Pavillion auf der Biennale in Venedig. Ernennung zum Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. Auszeichnung mit dem Großen Preis des Landes Nordrhein-Westfalen. Beteiligung an der Ausstellung "Hundred Years of German Painting" in der Tate Gallery, London.

1957
Nay mietet ein Atelier in Paris. Vertreten in der Ausstellung "German Art of the 20th Century" im Museum of Modern Art in New York (weitere Station: 1958, St. Louis, City Art Museum).

1959
Einzelausstellung in den Kleemann Galleries, New York. Beteiligung an der documenta II in Kassel. Retrospektive im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf

1960
Auszeichnung mit dem Guggenheim-Preis, New York, dt. Sektion. Retrospektive in der Kunsthalle Basel. Erste Einzelausstellung in London, New London Gallery.

1962
Retrospektive zum 60. Geburtstag im Museum Folkwang, Essen.

1963
Beginn der "Augenbilder".

1964
Für die documenta III in Kassel entstehen die drei "Documenta Bilder" (4 x 4 m). Einzelausstellungen in New York, Paris, im Kunstverein Münster sowie Retrospektive in den Kunstvereinen Hamburg und Karlsruhe.

1965
Beginn der Werkepoche der "Späten Bilder". Einzelausstellung im Frankfurter Kunstverein.

1966/67
Retrospektive im Württembergischen Kunstverein, Stuttgart, der Akademie der Künste, Berlin, in der Städtischen Kunsthalle Mannheim und im Museum des 20. Jahrhunderts in Wien.

1968
Wiedersehen mit den Freunden Uhlmann, Haftmann, Grohmann u.a. in Berlin. Letzte abgeschlossene Arbeit: Entwürfe für die Wandkeramik (3,30 x 9,36 m) des Kernforschungszentrums in Karlsruhe. Am 8. April stirbt Nay an Herzversagen in seinem Haus in Köln.