Vita




1879
Ida Kerkovius wird am 31. August 1879 in Riga geboren. Sie ist das vierte von zwölf Kindern.

1897
Nach eigenen Aussagen beginnt sie mit 18 Jahren in Riga zu malen

1899
Beendet die private Jung-Stillingsche Mal- und Zeichenschule (Gründerin: Elise von Jung-Stilling) in Riga mit dem Diplom.

1901
Besuch einer Ausstellung des Rigaer Kunstsalons. Kerkovius interessiert sich für die Werke einer Schülerin von Adolf Hölzel

1902
Mehrmonatige Romreise, über Venedig und Florenz.. Im Anschluss Beginn einer fünfmonatigen Ausbildung bei Adolf Hölzel in Dachau. Noch 1902 Rückkehr nach Riga

1904
Erste Ausstellungsbeteiligung am Salon des Rigaer Kunstvereis mit Zeichnungen

1908
Besuch des Privatateliers von Adolf Meyer in Berlin, dort Studium von "Akt und Kopf". Noch in demselben Jahr Wechsel nach Stuttgart. Studium an der Königlich Würrtembergischen Akademie der Bildenden Künste bei Adolf Hölzel.

1911
Kerkovius wird als Meisterschülerin Assistentin von Hölzel und übernimmt ein Meisteratelier

1913
Kerkovius unterrichtet seit Oktober für 4 Monate privat Johannes Itten, den sie zuvor in Stuttgart kennengelernt hat

1914
Aufgrund des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges verliert Kerkovius als Ausländerin die Lehrbefugnis. Sie unterrichtet privat ausländische Kunststudenten, denen die Aufnahme an die Akademie aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit verwehrt ist

1916 - 1918
In den Wintermonaten unterrichtet sie Hanna Bekker vom Rath privat im Malen und Zeichnen. Es beginnt eine lebenslange Freundschaft

1916
Erste Ausstellungsbeteiligung zusammen mit weiteren Schülern von Adolf Hölzel im Kunstverein in Freiburg/brsg. ("Hölzel und sein Kreis"

1920 - 1924
Ab WS 1920/21 bis WS 1923/24 Schülerin am Staatlichen Bauhaus in Weimar. Sie besucht Kurse bei Gropius, Schreyer, Kandinsky und Klee. Nach Abschluss des Vorkurses bei Johannes Itten, wechselt sie in die Webklasse, die seit 1921 von Georg Muche geleitet wird. Während ihrer Studienzeit Beteiligung an zwei Bauhaus-Ausstellunegn: 1922 Ausstellung von Lehrlings- und Gesellenarbeiten, 1923 Bauhaus-Ausstellung. Walter Gropius und Paul Klee bestellen jeweils einen Teppich bei Kerkovius

1922
Einbürgerung in Stuttgart. Kerkovius erwirbt die deutsche Staatsbürgerschaft

1924
Rückkehr nach Stuttgart. Neben der Malerei widmet sie sich nun auch der Weberei, die eine neue Möglichkeit ihr den Lebensunterhalt zu sichern bietet. Für Hanna Bekker vom Rath entsteht der "Bodenteppich Bauhaus". Von dem Erlös kann sie sich einen großen Teppichwebstuhl anschaffen.

1925
Reise nach Paris

1929
Reise mit Hölzel an die belgische Nordseeküste. Kerkovius bleibt ihrem Lehrer bis zu dessen Tod, 1934, eng verbunden

1932
Erste Einzelausstellung, Württembergischen Kunstverein, Stuttgart

1937
Werke von Kerkovius werden aus deutschen Museen beschlagnahmt und in der Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt. Die Künstlerin kann jedoch unbehelligt weiterarbeiten.

1944
Das Atelier der Künstlerin in der Urbanstraße, Stuttgart, wird bei einem Bombenangriff zerstört. dabei verliert sie einen teil ihrer Arbeiten.

1948
Einzelausstellung im Kunstkabinett von Hanna Bekker vom Rath in Frankfurt a.M. Es folgen nun zahlreiche Ausstellungen sowie Ehrungen

1954
Staatspreis sowie Bundesverdienstkreuz

1955
Auftrag für Glasfenster für das Rathaus Stuttgart

1958
Kerkovius wird der Professorentitel zuerkannt; in demselben Jahr Aufträge für Glasfenster für das Landesgewerbemuseum in Stuttgart und für den Andachtsraum der Tübinger Universitätsklinik

1962
Ehrenmitglied der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart sowie im folgenden Jahr Ehrenvorstandsmitglied des Deutschen Künstlerbundes

1965
Anlässlich ihres 90. Geburtstages wird kerkovius mit mehreren Ausstellungen gewürdigt u.a. im Württembergischen Kunstverein

1970
Kerkovius stirbt am 8. Juni 1970 in Stuttgart