Piero Dorazio

Rom 1927 - 2005 Perugia

Selected Works

o. T.
1963
Pilota 19
1960

Vita

29.06.1927
geboren in Rom
1942/43
Vermittelt durch seinen Schulfreund Angioli Bandinelli beginnt Dorazio im Studio von Aldo Bandinelli Stillleben und Landschaften zu malen
1946
Beginn des Studiums an der Fakultät für Architektur der Universität Rom. In demselben Jahr Gründung der Gruppe "Arte Sociale" zusammen mit Achille Perilli, Mino Guerrini, Lucio Manisco, Carlo Aymonino, Carlo Busiri Vici, Alfio Barbagallo und Renzo Vespignani.
1947
Mitbegründer der Gruppe "Forma 1", der ersten italienischen Gruppe abstrakt arbeitender Künstler. In demselben Jahr erhält Dorazio ein Stipendium der Ecole des Beaux-Arts, Paris. Während seines Paris-Aufenthaltes lernt er durch Gino Severini Hans Arp, Georges Braque, Fernand Léger, Picasso, Le Corbusier sowie Alberto Magnelli kennen.
1950
Zusammen mit Guerrini und Perilli gründet Dorazio in Rom die Galerie/Buchhandlung "L' Age d'Or", die Publikationen und Zeitschriften der Avantgarde vertreibt sowie Ausstellungen abstrakter Kunst zeigt. Wenige Monate später eröffnen die Künstler einen zweiten Standort in Florenz.
1951
Lucio Fontana läd "L'Age d'Or" ein, sich an der Triennale von Mailand zu beteiligen: Dorazio, Guerrini und Perelli führen gemeinsam zwei großformatige Wandmalereien aus, die mit einer Silbermedaille ausgezeichnet werden. Die Gruppe "Origine" läd "L'Age d'Or" ein, sich zu einer gemeinsamen Bewegung zu formieren: es entsteht die "Fondazione Origine".
1952
Dorazio beteiligt sich erstmals an der Biennale von Venedig.
1953/54
Aufenthalt in den USA, wo Dorazio Mark Rothko, Robert Motherwell, Franz Kline und Clement Greenberg kennenlernt. Er erhält seine ersten Einzelausstellungen in der Wittborn Onewell Gallery, New York (1953), sowie der Rose Fried Gallery, New York (1954). Nach seiner Rückkehr nach Rom (1954) reist er nach Paris, London und Berlin. Er verlässt die "Fondazione Origine".
1955 - 1959
Seine Buch "La fantasia dell' arte nella vita moderna" (1955) erscheint. In den folgenden Jahren Einzelausstellungen in Italien, den USA sowie in Deutschland (u.a. 1959 Galerie Seide, Hannover). Dorazio nimmt 1956 und 1958 an der Biennale von Venedig teil.
1959
Teilnahme an der documenta II in Kassel, wo er mit Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker bekannt wird. Trifft in Paris Yves Klein und Jesús Rafael Soto.
1960
Dorazio wird von Max Bill zur Ausstellung "Konkrete Kunst: 50 Jahre" in Zürich eingeladen. Beteiligt sich an der Ausstellung "Monochrome Malerei" des Museums Leverkusen. Dorazio erhält einen eigenen Saal bei der XXX. Biennale von Venedig.
1960 - 1970
Lehrtätigkeit (ein Semester pro Jahr) an der Graduate School of Fine Arts der University of Pennsylvania, wo er 1963 Mitbegründer des Institute of Contemporary Art ist und 1968 zum Professor ernannt wird. In den 1960er Jahren entstehen in seinem New Yorker Atelier die ersten, aus Farbbändern aufgebauten Kompositionen, die sein Werk fortan prägen.
1961
Retrospektive im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf. Dorazio wir von Mack, Piene, Uecker und Klein eingeladen, sich "Zero" anzuschließen.
1963/64
Gastvorlesung am Carnegie Institue of Technology, Pittsburgh
1964
Teilnahme an der documenta III
1965
Werke von Dorazio werden in der bedeutenden Ausstellung "The Responsive Eye" des Museum of Modern Art, New York, gezeigt
1966
Erhält einen eigenen Ausstellungsraum bei der XXXIII. Biennale von Venedig.
1968
Stidpendium des DAAD, Berliner Künstlerprogramm, in West-Berlin
1970
Beendet seine Lehrtätigkeit in den USA. Bezieht ein neues Studio in Rom.
1974
Dorazio verlässt Rom und bezieht ein romanisches Klostergebäude in Todi, Umbrien
1979
Retrospektive im Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris
1980
Retrospektive in der Albright Knox Art Gallery, Buffalo (USA), die durch mehrere Museen in den USA tourt.
1982
Retrospektive Galleria Nazionale d'Arte Moderna e Contemporanea, Rom. In den folgenden Jahren zahlreiche Einzelausstellungen sowie Teilnahme an Gruppen- und themtischen Ausstellungen in Europa und Übersee.
1988
Erhält erneut einen eigenen Ausstellungsraum bei der XLII. Biennale von Venedig.
1993 - 1996
Leitet die Realisation der großformatigen Mosaike nationaler und internationaler Künstler für die Metro in Rom (Arte-Metro-Roma).
1994
Seine Werke werden in der Ausstellung "The Italian Metamorphosis" des Salomon R. Guggenheim Museum in New York gezeigt, eine Ausstellung die in der Folge anlässlich der Triennale von Mailand sowie im Kunstmuseum Wolfsburg gezeigt wird.
2003
Umfangreiche Retrospektive seiner Werke im IVAM - Institut Valencia D'Art Modern, Valencia.
2004
Die Galerie Achim Moeller, New York, sowie die Galerie Valentien, Stuttgart, zeigen Ausstellungen mit den jüngsten Werken von Dorazio.
17.03.2005
Piero Dorazio stirbt in Perugia.

Awards

1951
"Silbermedaille", Triennale von Mailand,
1952
"Förderpreis für Zeichnung", Italienisches Erziehungsministerium,
1956
"1. Förderpreis für Malerei", Italienisches Erziehungsministerium,
1956
"1. Preis für Malerei der Stadt Alessandria",
1959
"Preisträger", Premio Lissone,
1960
"Preis der Fondazione Francesco Tursi", Venedig,
1961
"Kandinsky-Preis", Paris,
1961
"Preis für Malerei", 2. Biennale von Paris,
1962
"Erster Preis "Castello Svevo"", Termoli,
1966
"Preisträger der 1. Biennale von Bari",
1967
"Preis "Michetti"", Francavilla al Mare,
1967
"Preis "Marche"", Ancona,
1968
"Goldmedaille", Mostra Nazionale d'Arte Grafica Contemporanea, Vignola (Bologna),
1969
"Goldmedaille", III. Grafik-Biennale von Bozen,
1970
"Preis der Fondazione Carmina", Florenz,
1986
"Preis der Accademia Nazionale di San Luca",
1990
"Preis "Alcide de Gasperi" für Wissenschaft und Kunst", Rom,
1992
"Wahl zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin", Berlin,
1997
"Michelangelo-Preis", Accademia dei Virtuosi del Panthenon, Rom,
2000
"Preis "Scipione"", Macerata,
2000
"Europäischer Solarpreis (für Dorazios Projekt "Sun and Art")", Berlin,

Solo exhibitions (selection)

1981
"Piero Dorazio", Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, Germany
2004
"Piero Dorazio. Opere dal 1947 al 2003", Pinacoteca Casa Rusca, Locarno,
2005
"Piero Dorazio. Sebastiano Matta", Palazzo Vecchio, San Gemini, Italy
2010
"Piero Dorazio a Todi, l’arte, la vita", Palazzo del Popolo, Sala dell’Arengo, Todi, Italy

Group exhibitions (selection)

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