Emil Cimiotti

Göttingen 1927 - 2019 Wolfenbüttel

Ausgewählte Werke

Hügel
1998
Faltung
1995
o. T.
2014
Wendekreis des Krebses
2010
Sitzende I
1968
Ohne Titel (Papierrelief)
2015
Ohne Titel (aus der Reihe Sporaden)
2015
Ohne Titel (Papierrelief, aus der Reihe "Macchiato")
2015
o. T.
1992
o. T.
1999
o. T.
1992
o. T.
2005
o. T.
1993
o. T.
1993
o. T.
1993
Ohne Titel
2005
Ohne Titel
1996

Vita

1944 - 1946
Cimiotti wird nach dem Schulbesuch mit nur 17 Jahren zum Kriegsdienst eingezogen. Er erlebt als Soldat die letzten Kriegsmonate und gerät in englische Kriegsgefangenschaft.
1946 - 1948
Nach der Rückkehr aus der britischen Kriegsgefangenschaft Lehre als Steinmetz.
1949 - 1951
Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Stuttgart bei Otto Baum. Cimiotti erhält ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Er lernt an der Stuttgarter Akademie Willi Baumeister kennen, der zu einem geistigen Anreger für Cimiotti wird.
1951/52
Wechsel an die Hochschuschule der Bildenden Künste Berlin. Cimiotti studiert bei Karl Hartung, der ihn nach zwei Monaten aus seiner Klasse verweist. Hans Uhlmann und Carl Hofer intervenieren, damit Cimiotti sein Stipendium behalten kann. Cimiotti geht nun für ein Semester nach Paris, wo er bei Ossip Zadkine an die École de la Grande Chaumière studiert. Er besucht den Louvre und das Musée d’Art Moderne, sucht Constantin Brancusi in seinem Atelier in der Impasse Ronsin auf, Le Corbusier in seinem Maleratelier in Neuilly sowie Fernand Léger.
1952 - 1954
Fortsetzung des Studiums an der Kunstakademie Stuttgart, das er 1954 beendet. Cimiottis plastische Werke sind in räumliche Strukturen übergegangen.
1956
Erste Beteiligungen an Gruppenausstellungen.
1957
Auszeichnung mit dem Kunstpreis "junger westen 57" für Bildhauerei. Es folgen erste Einzelausstellungen
1958
Cimiotti ist mit einer Werkgruppe im Italienischen Pavillon auf der 29. Biennale in Venedig vertreten. Seine Werke gelten als ein wesentlicher Beitrag zum Informel.
1959
Cimiotti wird mit dem Kunstpreis „junger westen 59“ für Handzeichnung sowie dem Preis der „Gesellschaft für junge Kunst“ in Baden-Baden ausgezeichnet. Er erhält das Villa-Massimo-Stipendium und verbringt den größten Teil des Jahres in Rom. Hier entstehen zwölf Plastiken, die erstmals landschaftliche Bezüge aufweisen. Eduard Trier beschreibt diesen Ansatz als eine neue Kategorie innerhalb der Bildhauerei. Teilnahme an der documenta II, der 2. "Biennale junger Kunst" im Musée d’Art Moderne in Paris sowie der Wanderausstellung "European Art Today" in den USA.
1960
Ausstellung der in Rom entstandenen Arbeiten im Kölner Kunstverein. Nahezu alle Stücke werden von Museen erworben. Cimiotti ist auf der 30. Biennale in Venedig im Deutschen Pavillon neben Willi Baumeister, Julius Bissier und Karl Schmidt-Rottluff vertreten.
1961
Einzelausstellungen in der Galerie van de Loo, München, sowie der Galerie Brusberg, Hannover
1963 - 1992
Cimiotti wird als Gründungsprofessor an die Kunsthochschule Braunschweig berufen, wo er bis 1992 lehrt
1964
Teilnahme an der documenta III in Kassel
1966 - 1970
Cimiotti geht zum Sandguss über, der die Kompositionen kompakter werden lässt und Auflagengüsse ermöglicht. Teilnahme an der 19. "Biennale Internazionale d’Arte Premio del Fiorino" in Florenz, der Ausstellung "Plastieken in het landschap" in Keukenhof-Lisse sowie an der Weltausstellung in Osaka, Japan. Es entstehen größere Freiplastiken für die Universitäten Göttingen und Konstanz.
1971 - 1974
Cimiotti kehrt zu seiner alten Technik des direkten Arbeitens in Wachs zurück. Die vegetativen Motiven sind teils als Verweise auf die Vergänglichkeit zu deuten
1975 - 1980
Es entstehen nun Plastiken von größerer Gegenständlichkeit, insbesondere Vanitas-Motive in Form von Stilleben. Cimiotti setzt erstmals für manche Details bei seinen Plastiken Farbe ein, auch entstehen farbige Zeichnungen (Rignana-Folge). Er erhält größere öffentliche Aufträge, z. B. für den "Blätterbrunnen" in Hannover (Ständehausstraße). In der Kunsthalle Mannheim findet eine umfassende Retrospektive statt. Die Nationalgalerie Berlin erwirbt die frühe Plastik "Der Wald" und ein Konvolut Zeichnungen.
1981 - 1988
Ein schwerer Unglücksfall in der Familie führt zum Aussetzen des plastischen Schaffens von Cimiotti. Es entstehen hingegen zahlreiche Zeichnungen. Ab Mitt 1984 beginnt er wieder mit der Plastik. Es entstehenfragmentierte, figurative Werke ( z. B. Stauffenberg-Projekt, Figur für Meister Gislebertus). Cimiotti erhält retrospektive Ausstellungen im Museum am Dom, Lübeck, und im Kunstverein Braunschweig. 1984 wird Cimiotti mit dem Niedersachsenpreis für Kultur ausgezeichnet.
1989 - 1992
Im neuen Atelier in Hedwigsburg entstehen großformatige Plastiken, die Cimiotti teils bemalt. Er beginnt mit dem Bergmotiv. Cimiotti hat Retrospektiven in der Dominikanerkirche in Osnabrück und der Kunsthalle Recklinghausen. Die Stadt Braunschweig erwirbt die Figur für Meister Gislebertus für den Dom in Braunschweig.
1993 - 1999
Landschaftliche Themen werden wieder in seinem Werk wichtig, die Farbe als Gestaltungsmittel tritt zurück. Ciiotti nimmt an der Ausstellung "Europäische Plastik" des Informel im Lehmbruck Museum in Duisburg teil. Wahl zum Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erwerben die annähernd zwei Meter hohe Plastik "Daphne" (1960/61, Bronze).
2000 - 2005
Cimiotti arbeitet täglich in seinem Atelier in Hedwigsburg. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erwerben die Plastik "Ich denke an Alice" aus dem Jahre 1975.
2006 - 2009
Cimiotti erhält 2006 den Ernst-Rietschel-Kunstpreis für Bildhauerei. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erwerben für das Albertinum das Bodenrelief "Große Düne" sowie die farbig gefassten Plastiken "Sierra Nevada" und "Vulcano".
2010 - 2014
Neue Kompositionen auf Stahlträgern entstehen. Das Dommuseum Hildesheim erwirbt die Plastik "Strukturen- vernetzt". 2014 entsteht die letzte Plastik von Cimiotti mit dem Titel "Atmen".
2013 - 2019
Cimiotti intensiviert sein zeichnerisches Schaffen. Beginn der neuen Werkgruppe der "Papierreliefs". Anlässlich seines 90. Geburtstages wird Cimiotti mit Einzelausstellungen geehrt (Sprengel Museum Hannover; Georg Kolbe Museum, Berlin; Edwin Scharff Museum, Ulm). 2018 Wahl zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München.

Einzelausstellungen (Auswahl)

1957
"Emil Cimiotti", Galerie im Hause Behr, Behrgalerie, Stuttgart "Cimiotti - Trökes", Galerie Inge Ahlers, Mannheim
1958
"Cimiotti - Hoehme", Galerie van de Loo, München "Emil Cimiotti: Plastiken und Zeichnungen", Galerie Gunar, Düsseldorf
1960
"Emil Cimiotti: 14 Bronzen", Kölnischer Kunstverein, Köln
1961
"Emil Cimiotti: Plastiken und Zeichnungen", Galerie van de Loo, München "Emil Cimiotti: Plastik und Grafik", Galerie Brusberg, Hannover
1962
"Emil Cimiotti", Kunstverein Braunschweig, Braunschweig "Cimiotti - Rahmen - Wagemaker", Ulmer Museum, Ulm
1963
"Emil Cimiotti: Skulpturen und Zeichnungen", Galerie Gunar, Düsseldorf "Cimiotti", Galerie Lutz und Meyer, Stuttgart
1965
"Emil Cimiotti: Neue Skulpturen und Zeichnungen", Galerie Gunar, Düsseldorf "Emil Cimiotti", Kunstverein Oldenburg, Oldenburg
1966
"Cimiotti", Städtisches Museum am Ritterplan, Göttingen
1967
"Emil Cimiotti - Brigitte Meier-Denninghoff: Skulpturen", Kölnischer Kunstverein, Köln
1972
"Emil Cimiotti", Galerie Walther, Düsseldorf Galerie Frenzel, Bonn
1975
"Emil Cimiotti: Bronzen und Zeichnungen", Galerie Brusberg, Hannover
1976
"Emil Cimiotti: Bronzen und Zeichnungen", Galerie van de Loo, München
1977
"Emil Cimiotti. Plastik und Zeichnungen 1957-1977", Kunsthalle Mannheim, Mannheim
1980
"Zeichnungen aus der Toskana, Rigana-Folge und neue Skulpturen", Galerie Brusberg, Hannover
1981
"Emil Cimiotti: Plastik und Zeichnung 1957-1980", Museum am Dom und Domhof Lübeck, Lübeck
1983
"Emil Cimiotti", Galerie Brusberg, Berlin
1984
"Emil Cimiotti: Bronzen und Zeichnungen 1958-1984", Galerie Brusberg, Berlin,
1987
"Emil Cimiotti: Skulpturen und Zeichnungen", Kunstverein Braunschweig, Braunschweig "Emil Cimiotti", Galerie Brusberg, Berlin
1988
"Emil Cimiotti", Galerie Brusberg, Berlin
1990
"Emil Cimiotti - Kunst im Kloster", Dominikanerkloster St. Albertus Magnus, Braunschweig "Emil Cimiotti", Galerie Brusberg, Berlin "Emil Cimiotti: Neue Plastiken 1990-1992", Galerie Timm Gierig, Frankfurt/Main
1991
"Emil Cimiotti", Galerie Timm Gierig, Frankfurt/Main
1992
"Emil Cimiotti: Plastiken und Zeichnungen 1957-1991", Kunsthalle Dominikanerkloster Osnabrück; Städtische Kunsthalle Recklinghausen "Emil Cimiotti: Plastiken und Zeichnungen", Galerie Ohse, Bremen
1993
"Nord- und südliches Gelände ... Neue Arbeiten 1988-1992", Kunstverein Krefeld, Krefeld "Emil Cimiotti: Plastiken und Zeichnungen", Villa Wessel, Iserlohn "Bobek - Cimiotti - Stötzer", Skulpturenpark Lehnin, Skulpturengarten am Kloster-See, Lehnin/Brandenburg
1994
"Emil Cimiotti: Plastiken und Arbeiten auf Papier", Galerie Schlachtenmaler, Schloss Dätzingen/Grafenau "Emil Cimiotti", Galerie Timm Gierig, Frankfurt/Main
1995
"Impuls Südwest", Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe
1996
"Emil Cimiotti: Plastiken und Zeichnungen", Herzog-August-Bibliothek im Kornspeicher und Zeughaus, Wolfenbüttel "Emil Cimiotti: Plastiken und Zeichnungen", Galerie der Stadt Kornwestheim, Kornwestheim
1997
"Emil Cimiotti", Galerie Brusberg, Berlin "Emil Cimiotti: Neue Werke", Galerie Timm Gierig, Frankfurt/Main
1998
"Emil Cimiotti", Galerie Schlichtenmaier, Schloss Dätzingen/Grafenau
2000
"Emil Cimiotti: Plastik und Zeichnung", Villa Wessel, Iserlohn
2001
"Emil Cimiotti: Plastik und Zeichnung", Richard Haizmann Museum, Niebüll
2002
"Emil Cimiotti - Skulpturen", Galerie Schlachtenmaler, Schloss Dätzingen/Grafenau
2003
"Emil Cimiotti: Plastiken und Arbeiten auf Papier", Galerie Schlichtenmaier, Schloss Dätzingen/Grafenau "Emil Cimiotti: Struktur - Natur", Dasa-Galerie Dortmund, Dortmund
2005
"Emil Cimiotti: Skulpturen - Präsentation der Monographie", Villa Wessel, Iserlohn "Emil Cimiotti: Retrospektive 1957-2004", Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, Marl "Emil Cimiotti: Struktur und Raum", Städtische Galerie Wolfsburg, Wolfsburg
2006
"Cimiotti - Tápies: Der Berg und seine Wolken - ein Dialog. Bronzen, Bilder und Blätter", Galerie Brusberg, Berlin "Ernst-Rietschel-Kunstpreis 2006: Preisträger Emil Cimiotti", Galerie im Geburtshaus Ernst Rietschel, Pilsnitz "Emil Cimiotti: Retrospektive", Museum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg
2007
"Emil Cimiotti: Plastiken - Werkskizzen", Kunstverein Wolfenbüttel, Wolfenbüttel "Ein Leben für die Plastik / Emil Cimiotti zum 80. Geburtstag", Sprengel Museum Hannover, Hannover
2010
"Emil Cimiotti: Plastiken und Zeichnungen", Kunstsammlungen Gera in der Orangerie, Gera
2012
"Emil Cimiotti: Den Raum ganz anders besetzen", Museum Lothar Fischer, Neumarkt in der Oberpfalz; Gerhard-Marcks-Haus, Bremen
2013
"Emil Cimiotti: 5 Jahrzehnte", Städtisches Museum Braunschweig, Braunschweig "Emil Cimiotti: Neue Arbeiten", Villa Wessel, Iserlohn
2016
"Papierreliefs", Villa Wessel, Iserlohn
2017
"Emil Cimiotti - Zum 90. Geburtstag", Sprengel Museum Hannover, Hannover "Emil Cimiotti: Retrospektive zum 90. Geburtstag", Georg Kolbe Museum, Berlin "Emil Cimiotti", Galerie Michael Haas, Berlin "Auf dem Weg zur Avantgarde - Die Künstlergruppe 'junger westen'", Städtische Kunsthalle Recklinghausen, Recklinghausen
2018
"Emil Cimiotti: Retrospektive zum 90. Geburtstag", Edwin Scharff Museum, Neu Ulm "Emil Cimiotti", Schloss Neuhardenberg, Neuhardenberg
2019
"Emil Cimiotti: Plastiken und Papierreliefs", Galerie Koch, Hannover

Gruppenausstellungen (Auswahl)

1955
"Junge Künstler Baden-Württemberg. Kunstpreis der Jugend", Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Baden-Baden
1957
"Deutscher Künstlerbund. 7. Jahresausstellung", Hochschule für Bildende Künste, Berlin, Berlin "Junger Westen 57", Städtische Kunsthalle Recklinghausen, Recklinghausen
1958
"Junge Kunst aus 5 Nationen (Italienischer Pavillon)", 29. Biennale von Venedig, Venedig, Italien "Deutsche Kleinplastik der Gegenwart", Kunsthalle Mannheim, Mannheim "Junger Westen 58. 10 Jahre Junger Westen", Städtische Kunsthalle Recklinghausen, Recklinghausen "Internationale Bildhauerzeichnungen des XX. Jahrhunderts", Städtisches Kunstmuseum Duisburg, Duisburg "Bicentennial International Exhibition of Contemporary Painting and Sculpture", Carnegie Institute, Pittsburgh, USA "Gruppe 53", Kunsthalle Düsseldorf; Suermondt-Museum, Aachen
1959
"Jonge duitse Kunst", Stedelijk Museum Amsterdam, Amsterdam, Niederlande "documenta II", Kassel "Kunstpreis der Jugend", Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Baden-Baden "Junger Westen 59", Städtische Kunsthalle Recklinghausen, Recklinghausen "European Art Today: 35 Painters and Sculptors", The Minneapolis Institute of Arts; Los Angeles Country Museum of Art; San Francisco Museum of Art, weitere Stationen in der USA und Kanada, "I. Biennale des Jeunes Artistes", Musée d'Arte Moderne, Paris, Frankreich "XIII. Jahresausstellung der Deutschen Akademie Villa Massimo", Deutsche Akademie Villa Massimo, Rom, Italien "Deutsche Künstler der Gegenwart", Kunsthalle Basel, Basel, Schweiz "Deutscher Kunstpreis der Jugend", Kunsthalle Mannheim, Mannheim
1960
"Deutscher Pavillon", 30. Biennale von Venedig, Venedig, Italien
1961
"II. Biennale des Jeunes Artistes", Musée d'Arte Moderne, Paris, Frankreich "Peinture et Sculpture Contemporaines en Allemagne", Palais des Beaux-Arts Charleroi, Charleroi, Frankreich "The 1961 Pittsburgh International Exhibition of Contemporary Painting and Sculpture", Carnegie Institute, Pittsburgh, USA "Deuxieme Exposition Internationale Sculpture Contemporaine", Musée Rodin, Paris, Frankreich "Junger Westen 61", Städtische Kunsthalle Recklinghausen, Recklinghausen
1962
"Deutsche Plastik der Gegenwart", Kunsthalle Kiel, Kiel "Junger Westen 62", Städtische Kunsthalle Recklinghausen, Recklinghausen
1963
"7. Plastik-Biennale", Middelheimpark, Middelheim/Antwerpen, Niederlande "Salon International de Galeries Pilotes", Musée Cantonal des Beaux-Arts Lausanne, Lausanne, Schweiz
1964
"Cimiotti - Geyer - v. Pilgrim - Satorius", Staatliche Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Braunschweig "Salon Comparaison 1964", Musée d'Art Moderne, Paris, Frankreich "documenta 3", Kassel "Duitse kunst van heden", Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, Niederlande "Sculpture Allemande du 20e Siécle", Musée Rodin, Paris, Frankreich
1966
"Deutsche Maler und Bildhauer seit 1945", Kunstverein Wolfsburg, Wolfsburg "Junge Generation - Junge Maler und Bildhauer in Deutschland", Akademie der Künste Berlin/West, Berlin
1967
"Bildwerke der Gegenwart", Niedersächsisches Landesmuseum, Ladengalerie, Hannover
1968
"Junger Westen 68: 20 Jahre Junger Westen", Städtische Kunsthalle Recklinghausen, Recklinghausen
1969
"9. Biennale Internazionale d'Arte Premio del Fiorino", Palazzo Strozzi, Florenz, Italien Deutsche Akademie Villa Massimo, Rom, Italien
1970
"Handzeichnungen der Gegenwart", Staatsgalerie Stuttgart, Stuttgart Kunsthalle Mannheim, Mannheim
1971
"Aspekte neuerer deutscher Kunst", Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Baden-Baden
1974
"25 Jahre Kunst in der Bundesrepublik Deutschland", Städtisches Kunstmuseum Bonn, Bonn
1977
"Der Kopf. Plastiken aus dem 20. Jahrhundert", Historisches Museum Heilbronn; Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg
1978
"Rückschau Villa Massimo, Rom: 1957-1974", Staatliche Kunsthalle Baden-Baden; Saarland-Museum Saarbrücken; Staatliche Kunsthalle Berlin, weitere Station: Staatliche Kunstsammlungen Kassel
1982
"Kunst für den Bund", Städtische Kunsthalle Recklinghausen, Recklinghausen
1995
"Europäische Plastik des Informel 1945-1965", Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg
1996
"Kunst des Westens: 1945-1960", Städtische Kunsthalle Recklinghausen, Recklinghausen
1998
"Brennpunkt Informel", Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg; Heidelberger Kunstverein, Heidelberg
2002
"Der Berg", Kunstverein Heidelberg, Heidelberg
2003
"Gruppe 53", Museum der Stadt Ratingen, Ratingen
2008
"Facetten der Moderne - Das Menschenbild im Wandel / Skulptur im Zwinger", Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Albertinum, Dresden
2009
"Deutsches Informel - Zeichnungen und Druckgraphik", Staatsgalerie Stuttgart, Stuttgart
2013
"Nur Skulptur", Städtische Kunsthalle Mannheim, Mannheim
2014
"Die frühen Jahre: Britische und deutsche Kunst nach 1945", Sprengel Museum Hannover, Hannover
2015
"Zeitreise. Die Sammlung von 1904-2014", Kunsthalle Emden, Emden

Über den Künstler

Emil Cimiotti, 1927 in Göttingen geboren, ist einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer seiner Generation. Ab 1955 entwickelt er in der Plastik eine ganz neue, eigene Formensprache. Er verzichtet auf die Geschlossenheit der plastischen Form, die vielfach durchbrochen, in abstrakte, organisch anmutende Strukturen aufgelöst wird, die an Vegetation, Erdformationen, Wolken und anthropomorphe Figuren erinnern; gedankliche Vergleiche, die durch die Titel der Werke, die Cimiotti seinen Bronzen nachträglich und assoziativ vergibt, bekräftigt werden. Ab den späten 1960er Jahren werden die Plastiken Cimiottis mit weiblichen Torsi und Blumenformen gegenständlicher. Diese Phase setzt sich in den 1970er Jahren mit der Einbeziehung manipulierter Naturabformungen in seine Werke (z.B. "Blätterbrunnen", 1976 aufgestellt, Hannover) sowie der Vanitas- und Memento-Mori-Motivik in Form von Schädeln, skelettierten Körpern und Stillleben fort. Doch auch in diesen Jahren interessiert sich Cimiotti formal in erster Linie für die Strukturen seiner Sujets. Dies bekräftigten seine in den letzten drei Jahrzehnten geschaffenen Bronzen mit ihren vegetabilen, geologischen oder landschaftlichen Bezügen. Landschaftliche Assoziationen verknüpfen sich ferner mit Cimiottis in Mischtechnik gearbeiteten Kompositionen auf Papier, die überdies die Auseinandersetzung des Künstlers mit der Farbe als Gestaltungsmittel zeigen. Seit 2012 entstehen als eine neue Werkgruppe „Papierreliefs“ aus geknicktem, gestauchtem, gefaltetem oder gewelltem Papier, die gleichermaßen Struktur und Farbe thematisieren.

Emil Cimiotti studiert nach einer Lehre als Steinmetz ab 1949 Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Otto Baum. Er lernt Willi Baumeister kennen, der zu einem der wichtigsten geistigen Anreger des jungen Künstlers wird. 1951 folgt ein kurzer, unbefriedigend verlaufender Studienaufenthalt an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei Karl Hartung. Cimiotti geht für ein Semester nach Paris, wo er an der École de la Grande Chaumière bei Ossip Zadkine studiert sowie die Ateliers von Constantin Brancusi, Le Corbusier und Fernand Léger besucht. Ende 1951 kehrt er nach Stuttgart zurück, wo er 1954 sein Studium abschließt. Cimiotti findet früh Anerkennung. 1958 und 1960 ist er auf der Biennale in Venedig vertreten, 1959 und 1963 auf der documenta in Kassel. Er erhält gleich zweimal, 1957 und 1959, den renommierten Kunstpreis „junger westen“. 1959 ist er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Museen und Privatsammlungen erwerben seine Werke. 1963 erhält der Künstler einen Ruf auf einen Lehrstuhl für Bildhauerei an der neugegründeten Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, den er bis 1992 innehat. Cimiotti erhält in der Folge weitere Auszeichnungen. 2017 ehrt ihn unter anderem das Sprengel Museum Hannover mit einer Einzelausstellung.