Hartmut Sy

* 1962 Cloppenburg

Ausgewählte Werke

Einhorn
2012
Muschel
2013
Schwinge
2011
Seeanemone
2013
Tanz der Steine
2006

Vita

1962
geboren in Cloppenburg
1983 - 1987
private Bildhauerschule, Freiburg
1988 - 1993
Mitarbeit bei Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff, Berlin
1988
lebt und arbeitet in Berlin

Einzelausstellungen (Auswahl)

2004
"Skulpturen und Papierarbeiten", Dr. Irene Lehr Kunsthandel, Berlin
2007
"Genauigkeit und Freiheit", Hubertus Melsheimer Kunsthandel, Köln
2008
"In Bewegung - Neue Skulpturen und Papierarbeiten", Galerie Linneborn, Berlin

Gruppenausstellungen (Auswahl)

1994
"17. Japanische Ausstellung der Metallbildner", Deutsches Kulturzentrum, Tokyo, Japan
1995
"In Raum und Fläche", Galerie Pels-Leusden, Berlin
2009
"Bildhauerei heute", Galerie Koch, Hannover
2017
"abstrakt, abstrakt, abstrakt", Galerie Koch, Hannover,

Texte

Wahrnehmungsirritationen rufen sie hervor, die hintergründigen Skulpturen des Berliner Bildhauers Hartmut Sy. Quadergitter, Würfel, Pflastersteine scheinen kippend, hochfahrend oder schwebend ineinander zu stürzen. Die dynamische Anordnung von rechteckigen oder quadratischen Formen erweckt den Anschein von zugespitztem Chaos, erweist sich bei näherer Betrachtung aber als harmonische Ordnung von sanfter Bewegtheit, die Wahrnehmung neu interpretiert. Das ist ein Versprechen, ein utopisches Moment, etwas, was wir in der Begegnung mit Kunst nie müde werden zu erhoffen.

Bewegung skulptural umzusetzen und die Schwerkraft aufzuheben sind die wiederkehrenden Themen in Sys Schaffen. 20 Jahre nach seiner „Hommage an Giacometti“ stellt sich der Bildhauer mit einer „Hommage an Max Bill“ erneut in die Tradition der klassischen Moderne. Doch während der 1994 verstorbene „Allroundkünstler des Konkreten“ die Möglichkeiten der Würfelform stets in beispielloser formaler Strenge erkundete, erlaubt sich Hartmut Sy auch hier in der rhythmischen Abfolge der Elemente den Sprung in die Irritation.

Jürgen Bräunlein