Daniel Enkaoua

Vue vers le pénédes, 2012-13

Oil on canvas
97 × 161,5 cm
Signiert Verso signiert, datiert und betittelt
Provenance:
Atelier des Künstlers
Literature:
Kunst-Stücke: Eine Ausstellung auf Reisen, München - Hannover - Köln, Ausst.-Kat. Galerie Koch, Hannover 2021, S. 66f.
Seit 2007 setzt sich der französisch-israelische Maler Daniel Enkaoua mit der Landschaft Kataloniens künstlerisch auseinander. Auslöser war die in diesem Jahr erste Begegnung des seit 2004 in Barcelona lebenden Künstlers mit dem Felsenmassiv des Montserrat, einem imposanten, bereits aus weiter Ferne sichtbaren Gebirgszug von magischer Aura, der sich aus dem hügeligen Hinterland der katalonischen Hauptstadt erhebt. Seitdem versenkt sich der Maler immer wieder in die Landschaft um Barcelona, wobei er bevorzugt in der südwestlich der Metropole gelegenen Region Penedès in Richtung auf den Montserrat malt. Auch in Vue vers le pénédes meint man den geologisch einzigartigen Gebirgszug in der Ferne wahrzunehmen. Von leicht erhöhtem Standpunkt geht der Blick des Betrachters über eine leicht hügelige grün-braune Landschaft mit vereinzeltem Baum- und Buschbestand bis hin zu dem in weiter Ferne liegenden Horizont. Über der Landschaft erhebt sich ein wolkenverhangener Himmel, der diese in leichten Dunst taucht. Obwohl Enkaouas Landschaften vor der Natur entstehen und Ausschnitte der sichtbaren Wirklichkeit wiedergeben, sind es doch keinesfalls Veduten. Die Landschaften Enkaouas wirken überzeitlich, beinahe mythisch; sie scheinen Gleichnisse zu sein, und haben eine ausgeprägt mystische Suggestionskraft: die Landschaft als Erfahrung des Numinosen.