Reiner Wagner

* 1942 Hildesheim

Ausgewählte Werke

Gehöfte, abends
2019
Bootshaus am Walchensee
2020
Blick über Schwarzenberg
2019
Bei Schwarzenberg
2019
Spiegelung, Ambach
2019
Atelierausblick
2019
Große Landschaft bei Iffeldorf
2019
Bei Forst
2021
Stadel, langer Schatten
2021
Das rote Dach
2021
Am Ostufer
2021
Am Geroldsee, Abendschatten
2018
Häuser am Bödele
2019
Stadel im Herbst
2020
Tasse und Buch I
2019
Omigna
2019
Omigna, diagonal
2019
Häuser auf Korsika II
2012
Naturstudie am Meer III
2019
Frauenrain
2019
Omignia
2016
Bei Iffeldorf
2019

Vita

1942
am 28. Februar in Hildesheim als Sohn des Musikers Viktor Wagner geboren.
1948 - 1960
Schulzeit in Hildesheim und im Internat Holzminden
1957
Erster Aufenthalt auf Korsika. Wagner entdeckt seine Leidenschaft für die Malerei
1961 - 1964
Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Hermann Kasper sowie an der Hochschule für Bildende Künste, Berlin, bei Prof. Heinz Trökes
1965
Heirat und Übersiedlung nach Korsika
1969
Umzug in das bayerische Alpenvorland
1972 - 1977
Freundschaftliche Verbindung zur Galerie Günther Franke, München
1978 - 2001
Betreuung durch die Galerie Gunzenhauser, München
seit 1989
Zusammenarbeit mit der Galerie Koch, Hannover.
1996
Werkverzeichnis der Bilder von 1965 bis 1995 durch die Galerie Gunzenhauser, München
2006
Bayrische Landesbank, München: Retrospektive.

Einzelausstellungen (Auswahl)

1972
Galerie Günther Franke, München,
1978
Galerie Gunzenhauser, München,
1979
Museum Weilheim, Weilheim
1980
Rathaus Tutzing, Tutzing
1981
Kurgästehaus Murnau, Murnau Museum Weilheim, Weilheim Galerie Weihs, Starnberg
1982
Galerie Gunzenhauser, München Galerie am Schloßpavillon, Ismaning
1983
Galerie Utermann, Dortmund
1984
Galerie Redmann, Berlin
1985
Galerie Gunzenhauser, München
1988
Galerie Gunzenhauser, München
1989
Galerie Koch, Hannover
1990
Stadtmuseum Schongau, Schongau
1992
Museum Weilheim, Weilheim
1994
Galerie Gunzenhauser, München Stadtmuseum Schongau, Schongau
1995
Galerie Koch, Hannover
1996
Kunstforum Oberes Allgäu, Hindelang Galerie Gottschick, Tübingen
1999
Galerie Gunzenhauser, Münchern
2000
Galerie Gunzenhauser, München
2001
Museum Weilheim, Weilheim Galerie der Kreissparkasse Starnberg, Starnberg
2002
Galerie Paul Sties, Kronberg Galerie Koch, Hannover
2003
Galerie Koch-Westenhoff, Lübeck Orangeriesaal im Schloss Nymphenburg, München Galerie der Bildungsstätte des bayerischen Bauernverbandes, Herrsching
2004
Galerie Paul Sties, Kronberg Mairie d'Ota (Rathaus von Ota), Ota (Korsika), Frankreich Galerie Kurhaus Garmisch-Partenkirchen, Garmisch-Partenkirchen
2005
Galerie Vömel, Düsseldorf
2006
Galerie der Bayerischen Landesbank (BayernLB), München
2007
Galerie Koch, Hannover Galerie Koch-Westenhoff, Lübeck Galerie Peerlings, Krefeld
2008
Galerie Benzenberg, Tutzing Galerie der Bildungsstätte des bayerischen Bauernverbandes, Herrsching
2009
Galerie Vömel, Düsseldorf Kunsthaus Binhold, Köln
2010
Seeresidenz Alte Post, Seeshaupt Galerie Koch-Westenhoff, Lübeck
2012
Galerie Koch, Hannover Galerie am Rathaus, Tützing Galerie Binhold, Köln "Reiner Wagner, Zwischen See und Meer, Ölbilder und Aquarelle", Seeresidenz Alte Post, Seeshaupt
2013
Galerie Koch-Westenhoff, Lübeck, Galerie des Marktes, Garmisch-Partenkirchen
2014
Galerie Vömel, Düsseldorf,
2015
Kunsthaus Binold, Köln Schloss Sulzburg Thoma Galerie, Starnberg
2017
"Reiner Wagner: Ferne und Nähe", Galerie Koch, Hannover,
2018
Thoma Galerie, Starnberg
2019
"Reiner Wagner: Geheimnis der Natur", Galerie Koch, Hannover Galerie in der Poststelle Hirschbühl, Scharzenberg, Österreich
2020
"Reiner Wagner", Thoma Galerie, Starnberg "Reiner Wagner: Neue Arbeiten", Seeresidenz Alte Post, Seeshaupt

Gruppenausstellungen (Auswahl)

1986
Haus der Kunst, München
2014
"Rot. Von farblichen Akzenten zur Monochromie I", Galerie Koch, Hannover (K)
2015
"60 Jahre Galerie Koch", Hannover (K)
2016
"Blau. Von Farblichen Akzenten zur Monochromie II", Galerie Koch, Hannover,
2018
"Vom Stadel zum Wolkenkratzer. Architekturdarstellungen", Galerie Koch, Hannover
2019
"Gelb. Von farblichen Akzenten zur Monochromie III", Galerie Koch, Hannover
2020
"65 Jahre Galerie Koch", Galerie Koch, Hannover "Unter freiem Himmel: Landschaftsdarstellungen", Galerie Koch, Hannover
2021
"Grün: Von farblichen Akzenten zur Monochromie IV", Galerie Koch, Hannover

Über den Künstler

Über den Künstler
Reiner Wagner wird 1942 in Hildesheim geboren. Aus einer Musikerfamilie stammend, lernt er bereits als Kind Geige, dann Klavier zu spielen und singt in einem Knabenchor. 1957 entdeckt er bei einem Aufenthalt auf der Insel Korsika seine Liebe für die Malerei. Nach Abschluss seiner Schulzeit entscheidet sich Wagner schließlich gegen eine Laufbahn als Musiker und studiert von 1961-1964 zunächst an der Akademie der Bildenden Künste München (bei Hermann Kasper), dann an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. 1965 siedelt Wagner mit seiner Frau Ingrid nach Korsika über, wo erste Landschaftsbilder der Mittelmeerinsel entstehen. Mit der Geburt des ersten Sohnes zieht Wagner zunächst nach München, mit der Geburt des zweiten Sohnes an den Starnberger See. Es entwickelt sich eine freundschaftliche Verbindung mit der Galerie Günther Franke, München, die den Künstler von 1972-1977 vertritt, mit der Galerie Gunzenhauser, München, die Wagner von 1978-2001 ausstellt und dessen Werk betreut (1996 Werkverzeichnis, 1965-1995), sowie dann ab 1989 mit der Galerie Koch in Hannover. 1979 erfolgt Wagners erste museale Ausstellung im Stadtmuseum Weilheim (auch 1981, 1992, 2002), der Ausstellungen im Stadtmuseum Schongau folgen (1990, 1994). Bis heute zeigt Wagner seine Werke regelmäßig in der Galerie Koch in Hannover. – Wagners Werk beinhaltet Ölbilder, Aquarelle sowie Holzschnitten von Landschaften und Stillleben. Seine Landschaften reflektieren stets seine Lebensumgebung, einerseits das bayerische Alpenvorland vom Starnberger See südwärts in Richtung der Orte Iffeldorf, Kochel, Murnau mit ihren Seen, Mooren sowie Bayerischen Voralpen, von den Walchenseebergen und dem Walchensee über Krün, Wallgau bis hin zum Karwendelgebirge, andererseits die westkorsische, mediterrane Gebirgslandschaft mit dem Meer, die der Maler bis heute in den Sommermonaten besucht. Wagners Landschaften, auch wenn an der sichtbaren Wirklichkeit orientiert, sind jedoch keinesfalls Veduten, sondern reduzieren die geschaute Natur auf ihre wesentlichen Formen, reflektieren ihre atmosphärische Gestimmtheit sowie das Erleben des Malers selbst, seine Zwiesprache mit der Natur. Wagners Landschaften bestehen oftmals in klar voneinander getrennten und im Bild teils parallel übereinander geschichteten Landschaftszonen. Die Farbpalette ist auf wenige Farben reduziert bis hin zur Konzentration auf nur einer Farbe in verschiedenen Hell- und Dunkelabstufungen (z.B. Walchenseebilder). Durch den Verzicht auf Details, die Tendenz zur Zusammenfassung der Vielfalt in wenige große Flächen, die Reduktion des Farbenreichtums wird das Naturvorbild vereinfacht, abstrahiert, das Auge kann verweilen. Anmutungen wie Ernst, Ruhe, Innerlichkeit, Einsamkeit, Leere, aber auch Heiterkeit und Klarheit gehören zu seinen Landschaftsbildern.
Obwohl der Mensch in den Landschaften von Reiner Wagner fehlt, zeigt er dennoch nicht die unberührte Natur. Wege, Stadel, Gehöfte, Bootshäuser, die der Künstler auf ihre Grundformen reduziert darstellt, zeugen von der Anwesenheit des Menschen. Die Dächer der Stadel bilden mit ihrer Farbgebung in Rot, Orangerot, Blau oder Violett oftmals einen deutlichen Farbakzent in der Komposition, teils komplementär zum Grün der Flora oder dem Blau des Himmels und der Berge; ein gestalterischer Eingriff in das topografisch Gegebene, der unterstreicht, dass Wagners Landschaftsbilder nicht Abbild des Gesehenen sind, sondern eine geistige Verarbeitung des Geschauten. Diese kennzeichnet auch Wagners Stillleben, die Gegenstände aus seiner unmittelbaren Lebens- und Arbeitsumgebung zeigen: Tassen, Schallen und Teller, Früchte, einzelne Blumen in oftmals gläsernen Gefäßen sowie die Arbeitsmaterialien des Malers, Farbtuben, Kreiden, Farbdosen und Pinsel. Den Schaffensimpuls löst zumeist eine zufällige Konstellation dieser Gegenstände aus, doch sind auch seine Stilleben streng komponiert und durch dieselbe Askese wie seine Landschaftsbilder gekennzeichnet. Nur wenige Gegenstände nehmen die Kompositionen ein, sie werden in intimer, raumloser Art zur Schau gestellt. Der Blick kann ganz auf den einzelnen Objekten ruhen, ihre Präsentationsflächen sowie der Hintergrund sind meist annähernd monochrom gestaltet. Die leicht abstrahiert dargestellten Objekte sind in ihren Umrissen fest und klar konturiert, ihre Farben leuchtend, von der ursprünglichen Gegenstandsfarbe frei gesetzt und zu den Farbtönen von Standfläche und Hintergrund in Beziehung gesetzt. Deutlich wird, dass Wagner auch in den Stillleben keine Mimesis anstrebt, sondern mittels der geistigen Verarbeitung des Gesehenen zu einer anderen, neuen Schöpfung kommt. Nicht ohne Grund wird ein 2006 mit Reiner Wagner geführtes Gespräch mit Johann Wolfgang von Goethes Aphorismus eingeleitet: „Kunst: eine andere Natur, auch geheimnisvoll, aber verständlicher; denn sie entspringt aus dem Verstande.“

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