Max Ackermann

1887 - 1975

Ausgewählte Werke

Ohne Titel
1943
Ohne Titel
1953
Ohne Titel
1974
Ohne Titel
1974
Ohne Titel (Komposition mit Mond)
1945

Vita

05.10.1887
Berlin
1891
Umzug nach Ilmenau (Thüringen)
1906/07
Kunstgewerbeschule Weimar, bei Henry van de Velde
1908/09
Kunstakademie Desden, Bildhauerei
1909/10
Akademie der Bildenden Künste München, Malerei bei Franz von Stuck
1912/13
Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, bei Richard Pötzelberger
1912
Bekanntschaft mit Adolf Hölzel, durch diesen erste Anregungen in Richtung Gegenstandslosigkeit
seit 1913
als freier Künstler in Stuttgart tätig
1915 - 1917
als Landsturmmann zum Kriegsdienst eingezogen. Aufgrund der Kriegserfahrungen und seiner gesellschaftspolitischen Haltung Hinwendung zu einem kritischen Realismus.
um 1920
Auseinandersetzung mit dem Konstruktivismus
1924
Erste Einzelausstellung im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart
um 1926
Auseinandersetzung mit den geometrisch-stilisierten Figuren von Fernand Léger. Ackermann entwickelt typisierte Tanz- und Turndarstellungen
seit 1930
neben abstrahiernd-figürlichen Werken zunehmend rein abstrakte Form- und Farbkompositionen
1936
aufgrund der nationalsozialistischen Kunstpolitik Rückzug zusammen mit seiner Frau nach Hornstaad am Bodensee
1937
Diskreditierung als "entartet". Ackermann erhält Berufsverbot.
seit 1941
Unzufrieden über die "Verschlüsselung von Abstraktion und Gegenstand" entstehen zunehmend rein abstrakte Werke und allmähliche Aufgabe des Gegenstandes mit dem Ziel einer "absoluten Malerei"
1943
Zerstörung Ackermanns Atelier in Stuttgart und damit einem Großteil seiner frühen Arbeiten
1950
Mitglied des "Deutschen Künstlerbundes" und der "Sezession Oberschwaben-Bodensee". Endgültige Entscheidung für die Abstraktion.
1955
die erste Monografie über Ackermann, verfasst von Will Grohmann, erscheint.
1956
große Werkschau in der Staatsgalerie Stuttgart
1957
Verleihung des Professorentitels
1967
erste Retrospektive (mit Stationen in u.a. Koblenz, Mittelrhein-Museum, Wolfsburg, Kunstverein, Kaiserslautern, Pfalzgalerie)
1972
Umzug nach Oberlengenhardt
1975
Umzug nach Unterlengenhardt

Einzelausstellungen (Auswahl)

1924
Württembergischer Kunstverein Stuttgart, Stuttgart
1931
"Max Ackermann", Kunstverein Ulm, Ulm
1947
"Max Ackermann - Adolf Hölzel", Kunst- und Museumsverein Wuppertal, Wuppertal
1949
"Max Ackermann", Galerie Gerd Rosen, Berlin
1950
Zimmergalerie Franck, Frankfurt a.M.
1953
"Max Ackermann", Zimmergalerie Franck, Frankfurt a.M.
1953
Niedersächsische Landesgalerie, Hannover
1956
"Max Ackermann", Staatsgalerie Stuttgart, Stuttgart
1967
"Max Ackermann: Gemälde 1908-1967", Mittelrhein-Museum, Koblenz; Kunstverein Wolfsburg; Pfalzgalerie Kaiserslautern (weitere Stationen)
1982
"Max Ackermann: Maler, Zeichner, Radierer", Staatsgalerie Stuttgart; Bodensee-Museum Friedrichshafen (weitere Stationen)
1987
"Max Ackermann 1887-1975 (Zum 100. Geburtstag)", Galerie der Stadt Stuttgart; Jahrhunderthalle Hoechst
1989
"Max Ackermann: Klang der Farbe", Galerie Döbele, Stuttgart
1992
"Max Ackermann: Die nie gesehenen Bilder. 1944 ausgelagert - 1991 aus Dresden zurückgeführt", Museum am Ostwall, Dortmund
1995
"Max Ackermann 1887-1975: Bilder aus siebzig Jahren (Retrospektive)", Galerie Bayer, Bietigheim-Bissingen
2000
"Lob des Blau: Öl und Pastell. Zum 25. Todestag von Max Ackermann", Galerie Koch, Hannover
2004
"Max Ackermann: Die Suche nach dem Ganzen", Zeppelin-Museum Friedrichshafen; Kunstmuseum Bayreuth
2013
"Max Ackermann: von der ornamentalen Linie zur heiligen Fläche : die nie gezeigten Bilder 1905-1975 : eine Hommage zu seinem 125. Geburtstag 2012", Kunsthaus Apolda Avantegarde, Apolda
2017
"Max Ackermann: Der Motivsucher", Zeppelin-Museum Friedrichshafen, Friedrichhafen

Gruppenausstellungen (Auswahl)

1926
"3. Ausstellung der Stuttgarter Sezession", Neues Kunstgebäude Stuttgart, Stuttgart
1927
"4. Ausstellung der Stuttgarter Sezession (mit der Berliner Sezession)", Kunstgebäude Stuttgart, Stuttgart
1928
"Grosz - Kandinsky - Ackermann", Kunsthaus Schaller, Stuttgart
1946
"Kunst der Gegenwart", Hessisches Landesmuseum Kassel, Kassel
1946
"Allgemeine Deutsche Kunstausstellung Dresden 1946", Stadthalle, Dresden
1949
"Kunst in Deutschland 1930-1949", Kunsthaus Zürich, Zürich, Schweiz
1958
"Ackermann - Itten - Kleint - Vordemberge-Gildewart", Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Baden-Baden
1961
"Hölzel und sein Kreis: Der Beitrag Stuttgarts zur Malerei des 20. Jahrhunderts", Württembergischer Kunstverein Stuttgart, Stuttgart
1975
"Als der Krieg zu Ende war: Kunst in Deutschland 1945-1950", Akademie der Künste Berlin (West); Deutsches Literaturarchiv Schiller-National-Museum, Marbach
1985
"1945-1985: Kunst in der Bundesrepublik Deutschland", Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Nationalgalerie, Berlin
1985
"Vom Klang der Bilder: Die Musik in der Kunst des 20. Jahrhunderts", Staatsgalerie Stuttgart, Stuttgart

Über den Künstler

Max Ackermann wird 1887 in Berlin geboren und wächst ab 1891 in Ilmenau (Thüringen) auf. Studium: 1906-1907 Kunstgewerbeschule Weimar bei Henry van de Velde, 1908-1909 Akademie der Bildenden Künste Dresden, 1909-1910 Akademie der Bildenden Künste München bei Franz von Stuck, 1912-1913 Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Richard Pötzelberger. In Stuttgart Bekanntschaft mit Adolf Hölzel und durch diesen erste Anregungen in Richtung Gegenstandslosigkeit. Ab 1913 in Stuttgart als freier Künstler tätig. 1915-1917 als Landsturmmann zum Kriegsdienst eingezogen. Aufgrund der Kriegserfahrungen und seiner gesellschaftspolitischen Haltung Hinwendung zu einem kritischen Realismus. Ab um 1920 ferner Auseinandersetzung mit dem Konstruktivismus, 1926 mit den geometrisch-stilisierten Figuren von Fernand Léger. Entwicklung typisierter Tanz- und Turndarstellungen. 1924 erste Einzelausstellung im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart. Ab um 1930 neben abstrahiernd-figürlichen Werken zunehmend rein abstrakte Form und Farb-Kompositionen. Aufgrund der nationalsozialistischen Kunstpolitik 1936 Rückzug zusammen mit seiner Frau nach Hornstaad am Bodensee. 1937 wird Ackermann als "entartet" diskreditiert und erhält Berufsverbot. Ab 1941 unzufrieden über die "Verschlüsselung von Abstraktion und Gegenstand" zunehmend abstrakte Werke und allmähliche Aufgabe des Gegenstandes mit dem Ziel einer "absoluten Malerei". 1943 wird Ackermanns Atelier in Stuttgart zerstört und damit ein Großteil seiner frühen Arbeiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend Anerkennung. Ackermann wird 1950 Mitglied des "Deutschen Künstlerbundes" und der "Sezession Oberschwaben-Bodensee", an deren Ausstellungen er regelmäßig teilnimmt. Er entscheidet sich endgültig für die Abstraktion. 1955 erscheint die erste Monografie über Max Ackermann, verfasst von Will Grohmann. Im darauffolgenden Jahr große Werkschau in der Staatsgalerie Stuttgart und 1957 Verleihung des Professorentitels. 1967 erste Retrospektive (mit Stationen in u.a. Mittelrhein-Museum, Koblenz, Kunstverein Wolfsburg, Pfalzgalerie, Kaiserslautern). In den folgenden Jahren zunehmend gesundheitliche Probleme. 1972 Umzug nach Oberlengenhardt, im März 1975 nach Unterlengenhardt zusammen mit seiner zweiten Frau und deren Sohn Peter. Max Ackermann stirbt am 14. November 1975. Im Dezember 1975-Februar 1976 ehrt ihn die Galerie der Stadt Stuttgart mit einer Gedenkausstellung.