Yayoi Kusama

Yellow Pumpkin, 1998

Kunstharz
9 × 9,5 × 8 cm
Ex.-Nr. 20/30
Signiert und nummeriert Mit signiertem und beschriftetem Original-Holzkasten
Provenance:
Atelier der Künstlerin
Privatsammlung, Tokio
Literature:
Kunst-Stücke: Eine Ausstellung auf Reisen, München - Hannover - Köln, Ausst.-Kat. Galerie Koch, Hannover 2021, S. 38f.
Yayoi Kusama ist eine der bedeutendsten und faszinierendsten zeitgenössischen Künstlerinnen. Ihr künstlerisches Schaffen, zu dem Installationen, Enviroments, Performances, Malerei und Plastik zählen, umfasst mehr als acht Jahrzehnte. Obwohl es Verbindungen zum Surrealismus, zur Minimal Art und Pop Art aufweist, entzieht es sich in seiner Einzigartigkeit und Subjektivität jedoch jeder Einordnung.

"Yellow Pumpkin" von 1998, in einer kleinen Auflage von nur 30 Exemplaren gearbeitet, ist die Plastik eines kleinformatigen gelben Kürbisses, verbunden mit dem Kusamas Kunst kennzeichnenden Punkte-Muster, das hier durch Vertiefungen in die Form gebildet wird.

Der Kürbis als künstlerisches Sujet gilt als eines der Markenzeichen der heute 92-jährigen Kusama. In Verbindung mit dem Punkte-Muster findet er sich sowohl in ihrer Malerei und Plastik, als auch in ihren beeindruckenden Rauminstallationen. Ihre erste Rauminstallation mit Kürbissen schafft Kusama 1991 mit dem "Mirror Room (Pumpkin)", der auch 1993 auf der Biennale von Venedig ausgestellt wird. Mit dem "Infinity Mirrored Room – All the Eternal Love I Have for the Pumkins" verweist Kusama 2016 dann nochmals auf die Bedeutung dieses Fruchtgemüses für ihr persönliches Leben sowie auf dessen Symbolik in ihrem Werk. Aus einer Familie kommend, die in Matsumoto Pflanzensamen kultiviert, wächst Kusama umgeben von Feldern mit Kabocha-Kürbissen auf. In ihrer Autobiografie schreibt die Künstlerin: „It seems that pumpkins do not inspire much respect. But I was enchanted by their charming and winsome form. What appealed to me most was the pumkin’s generous unpretentiousness. That and its solid spiritual balance.“ (1)

1. Yayoi Kusama, Infinity Net: The Autobiography of Yayoi Kusama, London 2011, S. 76.